eBizTalk - Berichten, Unterhalten, Weiterbilden
Ob Branchendiskurs, Fachartikel oder ein Blick hinter die Unternehmenskulissen: eBizTalk ist die Plattform, die uns auffordert, unsere Leser über Events und Projekte auf dem Laufenden zu halten. Und uns gegenseitig natürlich auch.

Seitenladezeit optimieren? HTTP/2 aktivieren!

Veröffentlicht am 02.07.2018 von Alexander Müller , Web , Cloud

Das World Wide Web und wie wir es nutzen hat sich im Laufe seines Daseins verändert. Von einzelnen, statischen Hypertext-Dokumenten hin zu komplexen, interaktiven Seiten voller multimedialer Inhalte. Dies zeigt sich auch in den Statistiken: Seit 2010 hat sich die durchschnittliche Website-Größe (in Desktop-Darstellung) mehr als verdreifacht. Die durchschnittliche Anzahl an Requests pro Seite liegt mittlerweile bei über 80. Dies hat vor allem Auswirkungen auf die Seitenladezeit, aber HTTP/2 schafft Abhilfe!

Mehr Bandbreite, mehr Bandbreite!

Eine höhere Bandbreite wirkt sich auch immer positiv auf die Seitenladezeit aus. Das möchte man meinen, doch die Seitenladezeit (PLT, Page Load time) hat sich in den letzten Jahren, trotz höherer Bandbreiten, kaum verändert hat. Woran liegt das?
Untersuchungen haben gezeigt, dass sich ab einer Bandbreite von 5 Mbit/s nur minimale Verbesserungen der Seitenladezeit feststellen lassen. So resultiert aus einer Verdoppelung der Bandbreite von 5 auf 10 Mbit/s, eine nur um 5% bessere PLT. Einen viel größeren Einfluss hat die Latenz, auf die nur schwer und mit hohem Aufwand Einfluss genommen werden kann. Eine Verringerung der Latenz spiegelte sich also unmittelbar in einer verbesserten PLT wider. Wieso?
Websites und ihre Bestandteile werden über das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) geladen, welches das Transmission Control Protocol (TCP) als Transportprotokoll nutzt. Auf Grund verschiedener Eigenschaften von TCP (Reliable Transmission, Retransmission, Congestion Control) ist dessen Performance unmittelbar abhängig von der Latenz des Netzes. Noch deutlicher spürbar in mobilen Netzen, in denen die Latenz stärker schwankt und deutlich höher liegt als über Kabel. Eine Möglichkeit der Abhilfe in Bezug auf die PLT kann also eine optimierte Nutzung der TCP-Verbindungen sein – HTTP/2 macht das möglich!

Von HTTP/1.1 zu 2.0 in „nur“ 20 Jahren

Im Jahr 1997 wurde HTTP/1.1 (RFC2068) als Update der nur ein Jahr zuvor erschienenen Version 1.0 veröffentlicht. Denn es gab Nachbesserungsbedarf: Wie in HTTP/1.0 beschrieben, muss für jeden Request eine neue TCP-Verbindung (short-lived connection) geöffnet werden. Durch den zeitintensiven TCP Three-Way-Handshake und der Nutzung als „Cold Connection“ (TCP Slow Start) führte dies zu starken Performance-Einbußen. In HTTP/1.1 wurde deshalb der keep-alive-Header eingeführt, wodurch eine geöffnete TCP-Verbindung nicht mehr sofort geschlossen wird, sondern für einen bestimmten Zeitraum geöffnet bleibt (persistent connection), sodass sie für weitere Request/Responses genutzt werden kann.

Seitdem hat sich das Web weiterentwickelt, das HTTP-Protokoll erfuhr jedoch für über 20 Jahre hinweg nur wenige Änderungen. Vielleicht war es der Vorstoß von Google mit dem Protokoll SPDY (gesprochen „Spidi“), der neue Bewegung in das Thema brachte. In jedem Fall sind große Teile des Protokolls in die neue Version des HTTP-Protokolls (RFC 7540) eingeflossen. SPDY selbst wurde von Google in Hinblick auf den neuen, kommenden Standard HTTP/2 zurückgezogen und der Support eingestellt.

Was ist neu in HTTP/2?

HTTP/2 ermöglicht eine effizientere Nutzung der Netzwerkressourcen und merzt somit einige Mängel von HTTP/1.1 aus, ohne dabei die Semantik des Vorgängers zu verändern. Dabei sind die folgenden drei Neuerungen ausschlaggebend.

Multiplexing

Ein Problem, das mit HTTP/2 adressiert wird, ist Head-of-line blocking. Dabei stauen sich die ausgehenden Request in einer Warteschlange an, da eine Verbindung immer nur für einen Request/Response gleichzeitig genutzt werden kann. Die Verarbeitung erfolgt also pro Verbindung sequentiell. In HTTP/1.1 wurde bereits versucht mittels HTTP Pipelining dieses Problem zu lösen, leider erfolglos. Stattdessen hilft der Browser, denn dieser verarbeitet Requests durch das Öffnen mehrerer Verbindungen parallel (je nach Browser bis zu 8 pro Hostname). Dennoch erfordern heutige Websites häufig ein Vielfaches der zur Verfügung stehenden gleichzeitigen Verbindungen zum vollständigen Laden.

In HTTP/2 können durch Multiplexing mehrere Request- und Response-Nachrichten parallel über dieselbe TCP Verbindung übertragen werden, wodurch das Öffnen mehrerer Verbindungen nicht mehr notwendig ist. Dadurch werden einige etablierte Workarounds wie Concatenation, CSS-Sprites oder Domain Sharding obsolet.

Header Compression

Durch die Zustandslosigkeit des HTTP-Protokolls ist es notwendig bei jedem Request alle für die Verarbeitung benötigten Informationen mitzusenden. Werden viele Ressourcen desselben Host abgefragt, werden vielfach redundante Header-Informationen übertragen, obwohl der Server diese möglicherweise durch vorangegangenen Requests bereits erhalten hat.
Um dieses Problem zu adressieren, wird ein speziell für HTTP/2 entwickeltes Kompressionsformat namens HPACK angewandt. Vereinfacht sieht dieses vor, dass sowohl Server als auch Client pro Verbindung eine dynamische Lookup-Table für die Header-Informationen halten. Der Client kann den Server dazu anweisen die empfangenen Header-Informationen in seiner Tabelle zu speichern. Muss der Client denselben Header nochmal schicken, sendet er nur den Index des Tabelleneintrags. Zusätzlich sind die Header-Informationen Huffman-kodiert.

Server Push

Fordert der Client eine Seite beim Server an, folgen nach der Analyse der Seite weitere Requests des Clients zur Anforderung benötigter Ressourcen, wie JavaScript-, CSS- oder Bilddateien. Um die Zeit bis alle Ressourcen vorliegen zu verkürzen, kann der Server diese Ressourcen bereits bei Anfrage der Seite mit an den Client schicken, sodass diese dann bereits im Cache des Clients vorliegen und kein weiterer Round-Trip notwendig ist.

Unterstützt mein Browser HTTP/2?

Die meisten Browser-Hersteller haben bereits seit längerem den Support für HTTP/2 implementiert. Eine detaillierte Übersicht findet sich bei caniuse.com. Da HTTP/2 abwärtskompatibel ist, gibt es nichts zu beachten. Das Protokoll wird im Rahmen des ersten Request „ausgehandelt“ (ALPN, Application-Layer Protocol Negotiation).

image

Kann ich HTTP/2 mit meinem Webserver verwenden?

Ein klares: „It depends!“ Konkret kommt es darauf an, ob der genutzte Webserver bereits HTTP/2 implementiert und die Seitenzugriffe verschlüsselt erfolgen. Die Spezifikation sieht zwar keinen Zwang für Verschlüsselungen wie TLS vor, trotzdem erfordern es die meisten Implementierungen. Eine Liste mit Implementierungen findet sich auf der Github-Seite für HTTP/2 der HTTP Working Group. In der Microsoft-Welt bietet IIS 10 die Unterstützung. Dieser ist allerdings an Windows Server 2016 geknüpft, weshalb sich der ein oder andere bis zum nächsten OS-Update gedulden muss.

Fazit

Mit HTTP/2 wurde die Basis für das Protokoll des WWWs erneuert und es wurde auch Zeit.
In Hinblick auf die Performance lohnt sich die Aktivierung von HTTP/2 vor allem dann, wenn zum Laden der Seiten eine Vielzahl an Ressourcen vom Server abfragt werden muss. Auf Grund der Abwärtskompatibilität zu HTTP/1.1 hat eine Aktivierung aber auch keine negativen Aspekte. Zu berücksichtigen ist die Unterstützung des eingesetzten Webservers. Wir selbst hosten unsere Website als Azure App Service in der Cloud. Eine Umstellung bedeutet hier nicht mehr Aufwand als das Umlegen eines Schalters in der Administrationsoberfläche. Vielleicht auch für Sie ein Anreiz über einen Cloud Move nachzudenken!

image

google_about_ebiz fb_about_ebiztwitter_about_ebizxing_about_ebiz
ebiz_consulting_expertise

Smart World designed together - eBiz@DPK2017

Veröffentlicht am 02.11.2017 von Ronny Ulbricht , Event , Insights@ebizcon , Cloud , Collaboration

Größer als zuvor und ganz im Fokus der bestmöglichen Zusammenarbeit mit seinen Partnern, so präsentierte sich Microsoft mit der Deutschen Partnerkonferenz 2017 in Leipzig. Nicht weniger als zwei Messehallen in einer der sich am schnellsten entwickelnden, deutschen Städte boten den passenden Rahmen für eine inspirierende Konferenz. Das Thema - wohl eines der aktuellsten unsere Zeit – „Digitale Transformation“ stand dabei im Mittelpunkt.

image

Groß, Größer, #DPK17

Für die eBiz Consulting war es der erste Besuch auf der größten Partnerkonferenz von Microsoft in Deutschland und eines kann man schon vorwegnehmen, es war sicherlich nicht der Letzte. In diesem Jahr hatte Microsoft seine Partner nach Leipzig geladen und richtete die #DPK17 auf dem Messegelände im Norden der Stadt aus. Die Dimensionen dieses Ausrichtungsortes spiegeln auch die Dimensionen des ganzen Events, denn die Deutsche Partnerkonferenz 2017 war gleichzeitig die Größte ihrer Art und die größte Microsoft Veranstaltung nach der Inspire. Mit über 2.100 angemeldeten Teilnehmern, 114 teils hochkarätigen Speakern, 80 Sessions, Workshops und Roundtables, sowie 55 Showcases, Ausstellern und Sponsoren füllte man die zwei genutzten Hallen der Messe ganz gut aus.

image

Worum ging es auf der #DPK17

Thematisch könnte man die ganze Konferenz unter dem Motto „Der Weg in die Smart World ist ein gemeinsamer“ zusammenfassen, denn die Mitarbeiter und Speaker von Microsoft verpassten zu keinem Moment hervorzuheben, wie wichtig die Partner und die gute Zusammenarbeit mit den Partnern für Microsoft ist. Der Fokus von Microsoft ist es seine Partner so zu befähigen, dass die neue Mission bestmöglich umgesetzt werden kann.

imageAn dieser Mission und der damit verbundenen Vision richteten sich die Inhalte und die thematischen Schwerpunkte der gesamten Konferenz aus. Im wesentlich waren die Digitale Transformation, Modern Workplace Areas und Unternehmenskultur (Cultural Changes) zentrale Themenkomplexe die man bei den Ausstellern aber auch in den Sessions wiederfinden konnte.

Die gesamte Partnerkonferenz verteilte sich auf zwei Haupttage und einen Pre-Event der ganz im Zeichen von Internet of Things (IoT) stand und sich gut in die Gesamtstory einfügte. Über die gesamte Veranstaltung hinweg standen der Austausch zwischen Microsoft und den Partnern, sowie der Partner untereinander im Vordergrund. Die Deutsche Partnerkonferenz ist eben kein Event für Developer oder Techies, sondern eher mit dem Fokus Business und Networking. Trotzdem kann ich in meiner Rolle als Senior Technical Consultant sagen, dass man auch als Techie durchaus auf seine Kosten kommen konnte.

Microsoft organisierte die gesamte Veranstaltung so, dass seine Mission und auch die bereits länger laufende strategische Neuausrichtung des Unternehmens mit dem Ausbau kooperativer Cloud-Dienstleistungen als Cloud Plattform Provider, stets im Vordergrund standen. So gab es gerade im Bereich der Aussteller viele Informationen und Partner aus dem Cloud Service Provider Bereich, aber auch in fast jeder der Sessions wurde darauf hingewiesen.

Wer mehr über die konkreten Inhalte der einzelnen Sessions erfahren möchte, dem empfehle ich den Nachlesebereich der #DPK17 in dem nach und nach die Präsentationen und eventuelles Videomaterial zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus gab es noch das #DPK17 Studio , die konferenzeigene Talkshow. Dabei entstanden 300 Minuten inspirierender Talks mit Microsofties und Partnern die man u.a. bei YouTube und Soundcloud nachhören kann.

Besonders zu empfehlen sind dabei die Keynotes des ersten und zweiten Veranstaltungstages, inklusive der angeschlossenen Panel-Diskussionen. Erste Ausschnitte finden sich unter dem oben aufgeführten Link und weiteres Material wird nach Aussage von Microsoft Deutschland folgen. In der Keynote des ersten Tages stellte u.a. die Microsoft Deutschland Chefin Sabine Bendiek die Mission und die Gedanken von Microsoft hinsichtlich der eigenen Strategie aber auch allgemein zum Thema Digitale Transformation in Deutschland dar. Es waren sehr inspirierende Vorträge, untermauert von drei beeindruckenden Case Studies (u.a. sporttotal und Govii) die verdeutlichten, was mit innovativen Ideen und Microsoft als starken Partner alles möglich ist.

Was gab es sonst noch?

Über die eigentliche Veranstaltung hinaus gab es zum Abschluss des ersten Tages noch eine #DPK17 Night in der Leipziger Kongresshalle die sich nicht hinter dem Event verstecken musste, nicht zuletzt wegen eines wirklich speziellen Gaststars. So sorgte niemand geringerer als Alt-Schlagerbarde und Neu-Rocker Heino über 70 Minuten lang für Unterhaltung und eine ausgelassene Stimmung.

Außerdem gab es im Rahmen der Initiative „Women in Technology“ (WiT) unter dem Dach des IAMCP noch eine spezielle Veranstaltung „FOR WOMEN ONLY“, dazu mehr in einem eigenen kurzen Beitrag von meiner Kollegin Ireen Raue.

Und nicht zuletzt seien noch die Give-Aways erwähnt die es bei einer solchen Veranstaltung eigentlich traditionell immer gibt. Nun für den Surface Hub hat es am Ende nicht gereicht, aber dennoch hat jeder Teilnehmer ein schönes Geschenk erhalten. So gab es für jeden Teilnehmer 6 x 12 Monate kostenlosen Premium Status für das vor kurzem von Microsoft erworbene Netzwerk LinkedIn geschenkt.

Fazit aus Sicht der eBiz

Welche Erkenntnisse lassen sich aus dem Besuch der Deutschen Partnerkonferenz 2017 von Microsoft für die eBiz ableiten? Wie bereits eingangs erwähnt ist eine wichtige Erkenntnis, dass diese Veranstaltung sich allein schon aufgrund der vielen Networking Möglichkeiten lohnt und wir daher sicher im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Darüber hinaus zeigt sich, dass die eBiz mit den Schwerpunktfeldern Systemintegration und Teamintegration (Collaboration) basierend auf dem Microsoft Technologie-Stack und seiner Expertise im Bereich Azure Cloud strategisch sehr gut aufgestellt ist. Microsofts strategische Neuausrichtung und die sehr glaubhaft vermittelte Mission mit dem Fokus auf die „Digitale Transformation“ in Deutschland lassen eine Vielzahl interessanter und herausfordernder Aufgaben erkennen, die auf uns und unsere Kunden zukommen. Hier kann die eBiz mit Ihrer Expertise und einer Microsoft als starken Cloud Plattform Provider im Rücken sicher einiges bewegen.

google_about_ebiz fb_about_ebiztwitter_about_ebizxing_about_ebiz
ebiz_consulting_expertise

Wir haben auch noch Schoki da!

Veröffentlicht am 28.02.2017 von Clemens Kruse , DevOps , Cloud , Event

Rub a little DevOps on it - “Delivering Value to our Customers. That’s what it is about.”

Donovan Brown hat mich auf der Technical Summit durchaus beeindruckt. Trotz der fortschrittlichen Inhalte seiner Keynotes lag das aber vor allem daran, dass er schlichtweg ein Entertainer ist. Dies trifft nicht nur auf Donovan zu.

Mein Gesamteindruck der Technical Summit 2016 ist ein Mix aus Entertainment, Werbung und sehr guten Ideen. Ich bekam zahlreiche Eindrücke, wie gewisse Probleme angegangen werden können - die Methoden dazu gibt es aber nicht erst seit gestern. Der Fokus der meisten Vorträge lag auf dem Thema „Microsoft ❤ Open Source“. So auch der von Donovan, der ein Szenario aus Ubuntu + aspnet core + Docker + yeoman + Visual Studio Code präsentierte, um die Nachricht der neu entdeckten Affinität von Microsoft zu Open Source Software zu verbreiten.

Erste Tutorials mit ähnlichen Szenarien gibt es allerdings schon seit Februar 2016 (beispielsweise dieses hier: https://blogs.infosupport.com/build-deploy-test-aspnetcore-docker-linux-tfs2015/ oder hier: http://blog.codingtimes.com/2016/06/29/net-core-mvc-web-application-at-ubuntu-16-04-with-yeoman-docker-and-visual-studio-code/). Ich wollte einigen Impulsen folgen und das ein oder andere Tutorial nachbauen und habe recht schnell gemerkt, wie umständlich das ganze Prozedere ist. Bisher habe ich in Visual Studio nur ein Projekt-Template gewählt, programmiert und nach getaner Arbeit schließlich via Rechtsklick die Solution bereitgestellt. Jetzt fühlt es sich so an, als hätte man den Ferrari gegen einen Lada eingetauscht, weil der Lada-Verkäufer so charmant gewesen ist.

Meinen persönlichen Höhepunkt hatte die Ferrari-Lada-Metapher im Vortrag „Yo ASP.NET – was ist neu und was bleibt mit ASP.NET Core 1.0“. DOTNET ist mit Core nun modular geworden. Das ist schön. Da Microsoft ja mittlerweile Open Source liebt, wurde auch in diesem Vortrag alles mit Ubuntu und VS Code umgesetzt. Das heißt im Klartext: alles zu Fuß. Das funktioniert sicherlich irgendwie (wenngleich die Demo etwas holprig verlief), hat aber meiner Ansicht nach nichts mit Fortschritt zu tun. Um das Publikum während des Vortrages bei Laune zu halten, wurden die Schokoladen-Reste vom Nicolaus verteilt. „Wenigstens gab es Schoki“ wird der ein oder andere Besucher am Ende der Veranstaltung gedacht haben.

Fazit aus Perspektive des Studenten: Um sich Impulse zu holen war die Technical Summit 2016 in Darmstadt sehr gut geeignet. Auch das Essen war deutlich besser, als das was man aus der Mensa gewohnt war. Und zwischendurch gab es auch richtig gute Vorträge. „Machine Learning for Developers“ von und mit Seth Juarez war einer davon. Richtig in die Tiefe gehen muss man jedoch immer noch selbst. Immerhin haben mich die zwei Tage dazu gebracht, mich mehr mit Docker und Microservices auseinanderzusetzen. Wenngleich ich auch dort in meinem Mini-Projekt (WCF-Service in einem Container) in der begrenzten Zeit nur an der Oberfläche kratzen konnte.

google_about_ebiz fb_about_ebiztwitter_about_ebizxing_about_ebiz
ebiz_consulting_expertise

PLAN.DESIGN.BUILD mit MS Planner

Veröffentlicht am 30.11.2016 von Andreas Pohl , Office365 , Cloud

Mit Office 365 Planner bringt Microsoft ein neues Tool neben dem etablierten MS Project heraus, dass die Zusammenarbeit von verteilten Teams noch besser unterstützen soll.

In meiner Rolle als technischer Projektleiter bin ich immer an neuen Kollaborations- und Planungswerkzeug interessiert, so dass ich mir heute die Zeit nehme das neue Mitglied der O365 Familie genauer anzuschauen.

Wie alle O365 Applikation ist Planner am üblichen Platz in der O365 Navigationsleiste zu finden.

Bild 1

Nachdem man auf das Planner-Icon gedrückt hat, kommt man auf die Einstiegsseite von Planner. Auf der linken Menüseite findet man die Punkte, Neuer Plan, Planner-Hub (eine Art Übersicht der aktuellen und relevanten Pläne, „Meine Aufgaben“, Bevorzugte und alle Pläne.

Bild 2

Um sinnvoll die Funktionen von Planner erkunden zu können brauche ich ein geeignetes Test-Szenario. Da die eBiz sich ja seit einiger Zeit mit dem Unternehmensziel der Ausarbeitung und Umsetzung einer Social Media Strategie beschäftigt, bietet es sich an, die damit verbundene Planung als Test-Scenario mittels Planner umzusetzen

Als erstes erstelle ich einen neuen Plan mit dem Namen: „Befüllung Social Media Backlogs Q4“. Hierbei ist zu beachten, dass Sonderzeichen und Umlaute automatisch bei der Generierung der E-Mail-Adresse weggelassen werden, d.h. einfach korrigieren. In meinem Fall „ue“ statt ü.

Ich entscheide mich dafür, dass mein Plan erst einmal nur privat sichtbar ist, d.h. nur später zugewiesene Teammitglieder können den Plan sehen. Die andere Möglichkeit ist Öffentlich, für alle Mitarbeiter der eBiz.

Das Resultat stellt sich wie folgt dar:

Bild 3

Nach ein paar Sekunden erscheint die Detailsicht auf den neuen (Projekt-)Plan. Planner vergibt dabei automatisch das Kürzel des Planes anhand der ersten beiden Buchstaben des Namens, Befüllung Social Media.

Im Navigationsribbon (siehe roter Rahmen) ist standardmäßig „Board“, der eigentliche Arbeitsplatz, ausgewählt. Daneben gibt es noch Diagramme und wie mittlerweile bei O365 Anwendungen das obligatorische Notizbuch in OneNote. Hilfreich für den Einstieg in Planner sind die angezeigten Tipps.

Bild 4Bild 5

In der erweiterten Ansicht - zu erreichen über die drei Punkte - bekommt man noch weitere Möglichkeiten, wie Unterhaltungen, Kalender, Mitglieder des Plans, Dateien angeboten (siehe Abbildung). Zusätzlich kann man darüber den Plan verwalten und E-Mails abonnieren. Wie bei jedem Projektplan gilt es nun Aufgaben zu definieren, Fälligkeiten zu definieren und entsprechende Ressourcen hinzuzufügen. Außerdem gibt es die Möglichkeit „Buckets“ zu definieren, über die man Aufgaben logisch gruppieren kann.

Im nächsten Artikel geht es mit der Aufgabenerstellung und Verteilung weiter.

google_about_ebiz fb_about_ebiztwitter_about_ebizxing_about_ebiz
ebiz_consulting_expertise

Microsoft Flow, der kleine Bruder von Logic Apps

Veröffentlicht am 30.10.2016 von André Dammeyer , Integration , Cloud

Unter https://flow.microsoft.com erreicht man als autorisierter Benutzer das IFTTT von Microsoft. Ich bezeichne es auch als den kleinen Bruder von Logic Apps, weil ganz offensichtlich beide Dienste dieselbe Engine von Microsoft verwenden. Flow ist für die Integration von Webdiensten (wie z.B. Twitter, Facebook, Office 365,…) untereinander geeignet. Es gibt den Flow-Editor, der für den Endbenutzer-Einsatz gedacht ist, als Web-Anwendung und für z.B. iOS als App.

Der Einstieg wird leicht gemacht

Wenn man seine ersten Gehversuche mit Flow machen möchte, bietet es sich an mit einem der unzähligen Vorlagen zu starten und zu lernen, wie man die sogenannten Flows erstellt und konfiguriert.

image

Einsatzideen

Ich selbst habe aktuell drei Flows konfiguriert, die ich unter Meine Flows erreichen kann.

  • Retweet with approval: In diesem Flow ist eine Twitter-Suche konfiguriert, die für mich interessante Twitter-Hashtags überwacht. Immer denn, wenn ein neuer Treffer in dieser Suche gefunden wird, erzeugt und versendet dieser Flow eine Mail an mich, in der der Tweet samt Inhalt und Link enthalten ist. Außerdem ist in der Mail eine ja/nein-Abfrage enthalten. Wenn ich die Schaltfläche “ja” in der Mail auswähle, wird der betreffende Tweet sofort unter meinem Account re-tweeted.
  • Email a Tweet from a Specific User: In diesem Flow werden die Tweets der eBiz Consulting GmbH überwacht. Immer dann, wenn ein neuer Tweet der eBiz erstellt wurde, erhalten alle Mitarbeiter der eBiz eine Mail mit der Bitte diesen Tweet zu liken oder re-tweeten.
  • Notify about BizTalk Video: In diesem Flow werden alle Videos auf YouTube mit “BizTalk” im Titel ermittelt und per Mail an mich gemeldet. Damit werde ich sofort über neue BizTalk-Videos auf YouTube informiert.

Mir fallen noch unzählige weitere Use Cases ein, die ich wahrscheinlich nach und nach umsetzen werde.

Beispiel: Get eBizCon-Tweets per Mail

Schritt 1: Neuen Flow ohne Vorlage erstellen

Da wir genau wissen, was wir vor haben, bietet es sich an mit einem leeren Flow zu starten. Dazu wählt man unter Meine Flows die Schaltfläche “Ohne Vorlage neu erstellen” aus.

image

Schritt 2: Flowname vergeben und Twitter-Dienst auswählen

Zunächst muss man dem Flow einen Flowname geben. Hier bietet es sich an etwas sprechendes zu verwenden, denn unter diesem Namen findet man den Flow später unter Meine Flows wieder. Danach gibt man in dem Suchfeld für Schritte “Twitter” ein um die Aktionen zu finden, die in Flow für Twitter zur Verfügung stehen. Danach wählt man “Twitter – When a new tweet is posted” aus und hat damit den ersten Schritt in den Flow aufgenommen.

image

Schritt 3: Twitter-Suche definieren

Diesen ersten Schritt muss man konfigurieren, in dem man einen Suchtext eingibt. Hier kann man “normale” Twitter Abfragen angeben (d.h. z.B. auch mit OR verknüpfte Begriffe). In unserem Fall geben wir “#ebizcon” ein, weil alle Tweets der eBiz Consulting mit “#ebizcon” versehen werden.

image

Schritt 4: Neuer Schritt “Send email” auswählen und konfigurieren

Nun fügt man einen neuen Schritt in den Flow ein, in dem man in das Suchfeld “Send email” eingibt. Dort konfiguriert man nun die Mail so, dass alle notwendigen Informationen aus dem Tweet enthalten sind. In unserem Fall verwenden wir einen statischen Betreff, aber einen dynamischen Body. Im Body wollen den Tweet-Text einfügen und wählen dazu das dynamische Feld “Tweettext” aus.

image

Schritt 5: Flow aktualisieren und warten bis ein neuer eBizCon-Tweet kommt

Damit der jetzt bereits fertige Flow aktiviert wird, muss nur noch “Flow aktualisieren” ausgewählt werden. Der Flow erscheint dann in Meine Flows.

image

Fazit

Mit Flow hat Microsoft eine gelungene Plattform bereitgestellt, mit der sehr einfach verschiedene Quellen und Ziele im Web miteinander verknüpft werden können. Es gibt schon sehr viele Vorlagen, die man mit nur wenigen Anpassungen für sich nutzen kann. Es ist sogar möglich einfache Workflows vollständig über die Smartphone App zu erstellen. Und weil man mit der Plattform sehr schnell recht ansehnliche Workflows bauen kann, macht es auch sehr viel Spaß damit zu arbeiten.

google_about_ebiz fb_about_ebiztwitter_about_ebizxing_about_ebiz
ebiz_consulting_expertise