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Die Möglichkeit der Wiedereingliederung nach längerem Ausfall

Veröffentlicht am 01.02.2017 von Florian Hieber , Insights@ebizcon

Nach einer langwierigen gesundheitlichen Einschränkung bietet die Deutsche Rentenversicherung oder die Krankenversicherung die Möglichkeit der Wiedereingliederung. Während dieser Maßnahme bezahlt der Kostenträger dem Versicherten einen Großteil seines Gehaltes, während dieser unter Aufsicht eines Arztes teil- und stufenweise wieder in das Arbeitsleben zurückfindet.

Ich hatte Mitte des Jahres ein gesundheitlich einschneidendes Erlebnis. Nach einer recht plötzlichen und aufwändigen Operation war ich vier Monate arbeitsunfähig, inklusive einer Rehabilitationsmaßnahme. Vorher hätte ich es mir nicht vorstellen können, dass selbst alltägliche Dinge ein Problem darstellen können. Aber ich musste erleben, dass selbst Einkaufen oder Haushaltstätigkeiten mich dermaßen anstrengen können, dass ich diesen kaum gewachsen war.

Noch in der Rehabilitation wurde ich vom Sozialdienst und der Psychologin gefragt, ob eine Wiedereingliederungsmaßnahme in die Arbeit für mich interessant ist. Man selbst ist nämlich auch schon die erste Hürde für solch eine Maßnahme. Der Kostenträger, der Patient, der Arbeitgeber und der behandelnde Arzt müssen mit dieser Maßnahme einverstanden sein. Bei mir war diese Hürde schnell genommen, die eBiz Consulting hat diese Maßnahme sofort unterstützt. Arzt und Kostenträger haben diese Maßnahme ja vorgeschlagen, und auch mir hat die Aussicht, etwas früher, dafür schrittweise in das Berufsleben zurückzukehren, gut gefallen.

Wenn alle ihr Einverständnis bekundet haben, legt der Arzt einen Plan fest, der die Tagesarbeitszeiten für einen bestimmten Zeitraum festlegt. Das geschieht in Stufen solange, bis die Tagesarbeitszeit wieder der normalen Arbeitszeit entspricht. Zu diesem Zeitpunkt endet dann auch die Krankschreibung. Bis dahin ist man krankgeschrieben und

1. darf erstens keinen Urlaub nehmen, zweitens zahlt der Arbeitgeber keine Bezüge und drittens müssen Reisetätigkeiten mit dem Arzt besprochen werden.

Diese Planung sowie ein Antragsformular wurden vom Sozialdienst an die Deutsche Rentenversicherung gesendet, die die Maßnahme sehr schnell genehmigte.

Zwischen der Reha und der Maßnahme liegt üblicherweise noch ein gewisser Zeitraum.

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Ist dieser länger als 28 Tage, ist der Träger der Maßnahme die Krankenkasse, ansonsten die Rentenversicherung. In meinem Fall war der Träger war die Rentenversicherung. Diese differenziert zwischen der Maßnahme selbst und dem Übergangsgeld, man muss also weitere Formulare ausfüllen, um eine Lohnfortzahlung in Form von Übergangsgeld zu erhalten. Das Übergangsgeld wurde erst sehr spät gezahlt, etwa zwei Monate nach Beginn der Maßnahmen. Hier müssen sich also genügend liquide Geldmittel auf dem Konto befinden. Die Rentenversicherung zahlt auch keine Abschläge, da sie argumentiert, man müsse dafür finanzielle Rücklagen für so einen Fall aufbauen.

Umfang und Dauer der Wiedereingliederung sind unter anderem abhängig vom Wiedereingliederungsplan des behandelnden Arztes und der Berufstätigkeit. Mein Plan sah vor, mit 4h Arbeit am Tag über einen Zeitraum von 14 Tagen zu beginnen. Danach wurde die Anzahl auf 6 Stunden pro Tag für die nächsten 14 Tage vorgeschlagen. Krankheitsbedingt war Reisen erst in der letzten Woche erlaubt, Fliegen für den Zeitraum der Wiedereingliederung gar nicht. Da bei der eBiz Consulting das Motto „Erst wer, dann was“ wirklich gelebt wird, wurden schnell Aufgaben gefunden, die mit meinem gesundheitlichen Zustand vereinbar waren. Es wurde sogar über die Wiedereingliederung hinaus darauf geachtet, dass die übernommenen Tätigkeiten nicht zu anstrengend waren, obwohl ich offiziell ja wieder gesund war. Tatsächlich benötigte ich etwas mehr Zeit, um wieder ins Arbeitsleben zu gelangen als selbst der Arzt mit seinem Plan angenommen hatte. Insofern war ich der eBiz Consulting sehr dankbar für die Rücksichtnahme und das Verständnis. Ich selbst habe nicht mit so starken Einschränkungen und Startschwierigkeiten gerechnet, da war es erst recht außergewöhnlich und eine gute Erfahrung, dass der Arbeitgeber hier Verständnis zeigt.

Fazit:

Die Wiedereingliederung war eine neue und positive Erfahrung, die ich Jeder und Jedem ans Herz legen kann, der nach längerer Krankheit rasch und sicher zurück ins Berufsleben gehen möchte. Einzig die Herausforderungen finanzieller Art, die ich bei der Deutschen Rentenversicherung erlebt habe, haben das Bild etwas getrübt. Unterm Strich ist das aber kein Grund , die Wiedereingliederung nicht zu machen. Ansonsten würde man länger krank sein und direkt wieder zu 100% in das Berufsleben gehen. Diesen Schritt hätte ich mir unten meinen persönlichen Umständen sehr schwer vorgestellt.

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