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eBiz live @WebSummit 2014

Veröffentlicht am 11.02.2014 von Ronny Ulbricht , Event

Eine gelungene Microsoft Werbeveranstaltung, die einen “Einblick in die aktuellen Trends der Microsoft Webtechnologien” versprach und lieferte. Getragen von zwei sehr sympathischen Vortragenden war es eine lohnenswerte Veranstaltung.

Der WebSummit war meine erste Veranstaltung im Jahr 2014, und damit ist sie auch die Erste, für die es einen eigenen Blog-Post in unserer neuen Serie “eBiz@Events” gibt. “Wie lässt sich so ein Event am besten beschreiben?” Am besten starte ich mit ein wenig mehr Kontext und erläutere, worum es eigentlich ging.

Die Rahmenbedingungen …

Als Wiederauflage des bereits 2013 durchgeführten Events sollte der Microsoft Web Summit 2014 “umfassende Einblicke in aktuelle Trends und Entwicklungen der Microsoft Webtechnologien bieten”1. Das Format ist ein Bekanntes und Bewährtes, man nehme ein allgemein formuliertes Thema (siehe oben), eine interessante Location (in diesem Fall KOMED im Mediapark Köln), erhebe keine Gebühren, und schon ist das Interesse geweckt. Dazu noch ein bis zwei hochkarätige Namen aus dem Microsoft Umfeld, so dass auch die gewünschte Zielgruppe angesprochen wird. Interessant bei diesem Event waren die zwei parallelen Vortragsstränge mit einem guten Mix aus allgemeinen und spezifischen Themen aus den Trends der Microsoft Webtechnologien.

Web Summit 2014 aus meiner Perspektive als Teilnehmer…

Da Frankfurt und Köln mit der Bahn ja nicht gerade Welten trennen (ca. 1,5h), habe ich dem Event entspannt entgegengesehen. Leider hatte die Bahn etwas dagegen, und so schaffte ich es gerade noch pünktlich zur Keynote um 9:30 Uhr, die übergreifend für die beiden Tracks gehalten wurde. Es startete mit einem sehr herzlichen Willkommen durch den Gastgeber in Person von Jon Galloway, der neben Mads Kristensen als Microsoft Corp Speaker Team den Track 1 an diesem Tag gestaltete. Er erläuterte die Agenda kurz und gab einen Überblick über die Basis Technologien, der leider etwas zu sehr in eine erste kleine Azure Werbetour abdriftete. Im weiteren Verlauf wurde der werbende Aspekt diskreter und ergab sich eher direkt aus den Inhalten. Die sympathische Art von Jon Galloway machte diese Einstiegsphase – gespickt mit teils eher dekorativen Demos – dann trotz aller Werbung für Windows Azure noch unterhaltsam. Nicht mehr offiziell als Teil der Keynote, aber ohne einen alternativen Beitrag im zweiten Track folgte die erste einstündige Session. Unter dem Titel “Introduction to ASP.NET and Visual Studio 2013 Web Tooling” schaffte es Mads Kristensen meiner Meinung nach, sowohl das Interesse von gedienten .NET Entwicklern – wie ich zum Beispiel –, als auch von Neulingen und Quereinsteigern an dem Konzept “One ASP.NET”, aber auch an dem neuen Visual Studio 2013 zu wecken. Dies gründet auf der Tatsache, dass viele der überzeugenden Features aus einer Extension für Visual Studio namens Web Essentials stammen, die – wie sollte es auch anders sein – eben von jenem Mads Kristensen entwickelt wurden. So ließ sich das Visual Studio 2013 (+ Web Essentials 2013) eindrucksvoll positionieren. Ein überarbeitetes Template für alle Ausprägungen Web Anwendungen, die Vereinfachung von Authentifizierungsmechanismen und der massiv ausgebaute Intellisence Support inklusive der Extensibility des Studio als solches überzeugten mich auf ganzer Linie. Mads Kristensen gestaltete eine tolle Session mit zahlreichen gelungenen Live Demos und jeder Menge Infos zu Konzepten, Ideen und Tooling, die das Entwicklerherz aufblühen ließen. Ich entschied mich recht früh, komplett im ersten Track zu bleiben, was nicht daran lag, dass der parallele Vortragsstrang mit ebenfalls guten Speakern nicht auch interessante Themen zu bieten hatte, aber ich wollte die Story gern End-to-End hören, denn so war dieser Track auch aufgebaut. Es gelang beiden Vortragenden, diese Story auch zusammen anschaulich und attraktiv für das Publikum in vier Sessions zu transportieren. Dabei wurde recht schnell deutlich, dass Visual Studio 2013 + WebEssentials auf der einen Seite (Mads Kristensen) und Windows Azure auf der anderen Seite (Jon Galloway) die Tools waren, für welche die Werbetrommel gerührt wurde. In jeweils zwei Tracks wurde vermittelt, wie Frontend – & Backend – Entwicklung mit dem neuesten Tooling und nach dem neuesten Konzept “One ASP.NET” umzusetzen wäre. So wurde in vielen kleinen Beispielen und Demos auf das neue MVC 5 Template und Web API eingegangen, natürlich immer im Kontext der entsprechenden Microsoft Produktpalette. Die Vorträge und Demos waren ausgesprochen aufschlussreich und unterhaltsam. Zum Ende wurde der Fokus auf die Extensibility des Visual Studio (zu nennen sei hier SideWaffle), realitätsnahe Problemstellungen und damit verbundene Cloud basierte Lösungskonzepte gelegt. Da wären z.B. Cloud based Caching, Load Testing in der Cloud oder Source Code Repository und Deployment Package Management zu nennen. Dementsprechend gab es eigentlich keine gesonderte Closing Note, und so endete eine sehr kurzweilige und interessante Veranstaltung etwas früher als geplant und entließ mich zufrieden und um einiges an Informationen reicher.

Das Fazit …

Was ist die Quintessenz aus dem Besuch der Web Summit 2014? Das sollte man wie folgt differenziert betrachten: Es war zum einen eine typische Werbeveranstaltung von Microsoft, aber eine, die für meine Begriffe richtig gut gemacht war. Es wurden anschaulich Inhalte mit einer dem Titel entsprechenden technischen “Tiefe” transportiert ohne dafür Teilnahmegebühren zu erheben. Das ist mehr, als viele andere Formate dieser Art von sich behaupten können. Die Microsoft Corp. Speaker Jon Galloway und Mads Kristensen haben die Veranstaltung geprägt und auf ihre eigene sympathische Art auch so erfolgreich gemacht. Bleibt nur zu hoffen, dass sich dies auch zukünftig wiederholen lässt. Kleinere Schwächen: Platzmangel in den Pausen – wobei die Location als solche gut gewählt war – und die zeitliche Planung, denn außer der etwas längeren Mittagspause (bei der viel Zeit für das Anstehen beim Essen verging) fehlte leider die Zeit für etwas Networking. Abschließend würde ich den WebSummit als informative Veranstaltung für IT-affine Entscheider und Entwickler empfehlen, solange man seine Erwartungen dem Charakter der Veranstaltung anpasst, denn es ist kein Training und keine Entwicklermesse. Für die Art der Veranstaltung und als kostenloses Angebot lohnt es sich allemal … solange die Qualität gehalten werden kann.

  1. http://www.microsoft.com/germany/visualstudio/aktuell/news/show.aspx?id=msdn_de_52062]
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