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Welche Wolke hätten’s denn gern?

Veröffentlicht am 03.03.2014 von Ronny Ulbricht , Cloud

Unter den Konzepten des Cloud Computing ergibt sich sowohl auf Anwender- als auch auf Anbieterseite eine Vielzahl an Möglichkeiten, um das Konzept zu verstehen als auch entsprechend zu vermarkten.

Die Interpretation der Cloud Computing Konzepte ist davon abhängig, ob man aus der Perspektive des Consumer- oder des Providers auf die Cloud schaut und welcher Fokus innerhalb der jeweiligen Sichtweise gesetzt wird. Hier lassen sich teilweise deutliche Differenzierungen vor-nehmen: So sieht beispielsweise der Privatanwender meist verschiedene Dienste in der Cloud, die er über unterschiedliche Geräte nutzen kann. Diese werden ihm durch den/die Provider zentralisiert und hoch-verfügbar angeboten. Unternehmen hingegen können neben den Software-Diensten auch ganze Serverstrukturen oder Messaging Systeme in die Cloud auszulagern. Aus der technischen Sicht lassen sich Realisierungskonzepte für Cloud Computing klarer abgrenzen und ihre jeweiligen Ausprägungen gliedern. Man spricht dabei vom sogenannten “Cloud-Stack”, in dem die jeweils übergeordneten Abstraktionsschichten auf die unteren aufbauen können, aber nicht zwingend müssen. Grundsätzlich setzt sich dieser Cloud-Stack aus den Konzepten “Infrastructure as a Service” (IaaS), “Plattform as a Service” (PaaS) und “Software as a Service” (SaaS) zusammen. Die Realisierungskonzepte, deren spezifische Implementierung und der Umfang ihrer Umsetzung unterscheidet sich von Provider zu Provider. Dies wird im Rahmen eines folgenden Artikels noch im Detail beleuchten. Neben technischen Ansätzen hinter Cloud-Computing lassen sich auch verschiedene organisatorische Ausprägungen von Cloud-Ansätzen unterscheiden, die spezifischen Anwendungsprofilen genügen sollen. Hierbei unterscheidet man folgende Cloud-Typen1:

Public Cloud

Der Begriff “Public Cloud” und die Angebote, die darunter fallen, können als frei verfügbare Dienste eines Anbieters gesehen werden. Dabei ist frei nicht gleichzusetzen mit kostenfrei: So bilden die bekannten “Google-Docs” ebenso ein Public Cloud-Angebot ab wie auch Microsofts Office 365.

Private Cloud

Private Cloud und Private Cloud-Dienste sind von Providern angebotene Dienste, die für den Endnutzer Cloud-Charakter innehaben, etwa Skalierbarkeit und wartungsfreie IT-Anwendungen. Jedoch werden diese Dienste aus Datenschutz- und IT-Sicherheitsgründen weiterhin vom Provider selbst betrieben. Beispiele für Anbieter von Private Cloud-Lösungen sind beispielsweise VMWare, Amazon oder DELL.

Hybrid Cloud

Als Hybrid Cloud bezeichnet man Mischformen der Public Cloud- und Private Cloud-Ansätze. Dabei läuft ein Teil der Dienste bei öffentlichen Anbietern über das Internet, während andere datenschutzkritische Dienste weiterhin im Unternehmen selbst betrieben und verarbeitet werden. Die Crux dabei in der Differenzierung der Prozesse in solche öffentlichen und privaten Dienste und der sauberen Trennung und Klassifizierung der Daten nach Datenschutztechnischen Gesichtspunkten.

Community Cloud

Last but not least stellt die Community Cloud einen eher seltenen Spezialfall der Cloud-Ausprägungen dar. Er umfasst Kontexte, in denen mehrere Unternehmen gemeinschaftlich Dienste sowohl nutzen als auch bereitstellen. Dabei fehlt jedoch der freie öffentliche Zugang, der stattdessen auf einen definierten Nutzerkreis beschränkt ist. Weitere Unterformen werden aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften differenziert, wie Sie in einem der nächsten Artikel lesen können. So stay tuned!

  1. http://www.cloud.fraunhofer.de/de/faq/publicprivatehybrid.html, FAQ Cloud
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