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Die Auswirkungen von Cloud-Anwendungen auf Endnutzer – Einführung

Veröffentlicht am 25.07.2014 von Lutz Plümpe , Cloud

Der Begriff Cloud wandelt sich langsam von einer Floskel aus dem Marketing hin zu gelebter Praxis, wobei die Auswirkungen auf die betriebliche Realität oft noch unterschätzt werden.

Diese Serie gibt einen kurzen Überblick aus der Beratungspraxis über die typischen Auswirkungen einer Umstellung von On-Premise- zu Cloud-Anwendungen.

Die verbindenden Elemente, die für viele Anwender ähnlich sind, umfassen dabei die Verfügbarkeit von Daten, Schnittstellen, Auswertbarkeit sowie Collaboration.

Verfügbarkeit von Daten

Für viele Anwender, die zum ersten Mal mit einer Cloud-Anwendung arbeiten, ist eine der größten Überraschungen, dass diese oft einfach über einen Browser aufgerufen werden anstatt über eine auf dem Computer fest installierte Anwendung. Eine Alternative für den Zugriff über den Browser ist die sogenannte App, ein kleines Programm auf einem Endgerät wie einem Smartphone oder einem Tablet. Das Arbeiten beschränkt sich damit nicht mehr nur auf den PC oder Laptop mit der installierten Anwendung, sondern kann im Grunde, abhängig von der Sicherheitsarchitektur, von jedem beliebigen Gerät aus durchgeführt werden. Egal, ob am Büroschreibtisch, im Meeting-Raum, beim Kunden oder im Zug: Jederzeit kann auf die aktuellen Daten zugegriffen werden, zumindest, solange eine Internetverbindung besteht. Im Unterschied zu klassischen Anwendungen ist dabei vor allem die Datenhaltung in der Cloud hervorzuheben. Es werden immer nur die aktuellen Daten aus dem Speicher angezeigt, eine Differenz von lokal gespeicherten zu zentralen Daten ist somit fast ausgeschlossen.

Schnittstellen

Schnittstellen zu anderen Systemen sind für den Endanwender zwar oft unsichtbar, aber sie sind der entscheidende Vorteil einer Cloud-Anwendung. Durch die Architektur der meisten Cloud-Anwendungen ist es relativ leicht, mehrere Systeme miteinander zu verbinden, damit diese wechselseitig ihre Daten austauschen können. Durch diesen Austausch können ganz neue Perspektiven geschaffen und eine umfangreiche Transparenz hergestellt werden.
Wo bei klassischen On-Premise-Anwendungen, etwa im Fall der Übernahme eines weiteren Unternehmen, aus Kompatibilitätsgründen oft ein System dem anderen weichen musste, können nun mithilfe von gut entworfenen Cloud-Anwendungen beide bestehen bleiben und durch Schnittstellen alle erforderlichen Daten ausgetauscht werden, um das gesamte Datenkonvolut transparent zu machen. Dies spart Kosten bei der Entwicklung und der Einführung neuer Systeme, zudem kann die teure und fehleranfällige Anpassung von Prozessen mit mehr Sorgfalt und weniger Risiko umgesetzt werden.

Auswertbarkeit

Neben der Möglichkeit, Schnittstellen für eine erhöhte Transparenz einzurichten, bieten viele Cloud-Systeme eine weitere Option, und zwar eingebaute Reporting-Funktionalitäten. Reine Rohdaten über Schnittstellen zu transportieren ist eine Möglichkeit, eine übersichtliche Darstellung daraus zu generieren geht noch darüber hinaus. Viele Hersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten für typische Nutzeranwendungen wie einem Customer Relationship Management (CRM) oder einem Enterprise Resource Planning (ERP) mächtige und einfach zu konfigurierende Reporting-Engines an, die bei der Anwendung unterstützen. Wo früher noch Source Code geschrieben werden musste, um der Maschine ihre Kennzahlen zu entlocken, bieten heute viele Systeme die Möglichkeit, über einfach zu bedienende grafische Oberflächen an die gewünschten Informationen heranzukommen. Darüber hinaus haben immer mehr Off-the-Shelf-Cloud-Produkte ein Cockpit oder Dashboard, das jedem Mitarbeiter die für ihn relevanten Informationen beim Öffnen der Anwendung als Übersicht anzeigt. Dies erlaubt ein schnelles Erfassen von wichtigen Informationen und erspart ein aufwendiges Suchen von Informationen.

Collaboration

Neben den oben genannten Funktionalitäten die das Arbeiten der IT Abteilungen und des Managements einfacher machen sollen, gibt es ein weiteres Merkmal, das sich vermehrt in Cloud-Anwendungen findet: die kollaborativen Elemente die sich an die Endnutzer richten. Da alle Anwender auf einer zentralen Datenplattform arbeiten, erlauben diese Elemente über die eigentliche Anwendung hinaus die Kommunikation der Anwender untereinander, wie man sie aus sozialen Netzwerken kennt.

Die Bandbreite reicht dabei von der leichteren Nachvollziehbarkeit von Änderungen bis hin zu voll ausgebauten Mitarbeiterprofilen und den Möglichkeiten, Gruppen zu verwalten und Nachrichten zu abonnieren. Als Beispiele seien hier Yammer, Salesforce Chatter und die personalisierten Funktionen von Microsoft Sharepoint genannt. In Deutschland haben sich solche Funktionen, nicht zuletzt aufgrund der innerbetrieblichen Mitbestimmung, noch nicht etabliert, obwohl immer mehr Anwendungen diese enthalten, so dass sie – noch – vor einem Einsatz in Deutschland gegebenenfalls deaktiviert werden müssen.

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