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Aus- und Weiterbildung bei eBiz: Individualisierung und Standardisierung

Veröffentlicht am 01.03.2016 von Lutz Plümpe , Insights@ebizcon , karriere@ebizcon , Weiterbildung

In Teil 2 der Serie “Aus- und Weiterbildung bei eBiz”: Individuelle Entwicklungspläne oder standardisiertes Trainingsprogramm?

Jeder Mensch hat eigene Interessen, die ihn antreiben, die Spaß machen und mit denen er sich gern beschäftigt. Ein Unternehmen hingegen hat den Markt im Auge, also, welche Kenntnisse und Fähigkeiten werden heute, morgen und übermorgen gebraucht werden, welche Trends setzen sich durch und liegt das eigene Geschäftsfeld eher in einer Nische oder im Massenmarkt?

Je näher die Interessen von Mitarbeitern an ihren tatsächlichen Aufgaben liegen, umso einfacher ist es für alle Beteiligten, sich auf Aus- und Weiterbildungsangebote zu verständigen.

Wer zum Beispiel mit großer Hingabe die neusten Trends in der mobilen Kommunikation verfolgt, wird nur zu gerne an einer Schulung über die nächsten Trends im “mobile Framework” teilnehmen.

Aufgabe eines Beratungsunternehmens sollte es daher sein, die individuellen Interessen der einzelnen Mitarbeiter so zu berücksichtigen und zu nutzen, dass sich aus ihrer Kombination ein Mehrwert für die Kunden und das eigene Unternehmen ergibt. Dies erfordert eine sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter, da kleine Unternehmen oft nicht die Ressourcen haben, allzu viele Felder abzustecken oder aus nahezu unbegrenztem Potential zu schöpfen.

Auch wenn dies bedeutet, gelegentlich vielversprechende Bewerberinnen und Bewerber ziehen lassen zu müssen, da ihre individuellen Interessen für die Aufgaben der Firma nicht relevant sein mögen, so ermöglicht dieser Ansatz dennoch einen großen Freiraum und damit große Motivation für das Team.

Standards

Freiraum und individuelle Entwicklung bilden jedoch für sich genommen kein ausreichendes Fundament, um darauf ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Einige Regeln und Absprachen über gefragte Fähigkeit und priorisierte Interessen verhindern Konflikte und weisen den Weg für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Denn die Kunden und ihre Interessen stehen nun einmal im Mittelpunkt. Eine Gruppe von gut ausgebildeten und motivierten Menschen wird erst dann wirklich als Team, oder in diesem Fall als Unternehmen, begriffen, wenn sich die Kompetenzen ergänzen und vereinigen. Fünf Menschen, die fünf verschiedene Programmiersprachen beherrschen, lassen sich kaum zu einem sinnvollen Team kombinieren. Hingegen werden fünf Menschen, die alle die gleiche Programmiersprache – mit unterschiedlichen Schwerpunkten – beherrschen, gemeinsam mit großem Mehrwert an einem verwandten Thema arbeiten.

Ähnliches gilt für die berufliche Weiterentwicklung. Viele Menschen fragen sich, was nötig ist, um die nächste Stufe ihrer Karriere zu erreichen – etwa wie sie sich von einem Junior zu einem Senior Projektleiter entwickeln können.

Organisation

Eine der größten Herausforderungen für kleinere Beratungsunternehmen ist es daher, den Spagat zu schaffen, die individuellen Interessen der Mitarbeiter zu fördern und gleichzeitig über ein Set von Regeln dafür zu sorgen, dass aus der Summe der Einzelinteressen ein auf dem Markt attraktives Produkt entsteht. Eine Gruppe mit ähnlichen, aber nicht ganz identischen Fähigkeiten kann dabei ein sehr schlagkräftiges Team bilden.

Zusammenfassung

Individuelle Interessen zu fördern sollte, daher für Unternehmen besonders dann eine Priorität sein, wenn diese zum Geschäftsmodell des Unternehmens passen. In diesem Fall werden Mitarbeiter überdurchschnittlich motiviert sein und ihre Weiterbildung gerne angehen. Zu erreichen ist dies zum einen über eine sorgfältige Auswahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch über einen gewissen Spielraum des Unternehmens bei der Auswahl der angebotenen Dienstleistungen. Sollten Mitarbeiterein besonderes Interesse an einem Bereich haben, der zum Unternehmen passt, ohne dass dieser bereits ausgebaut wäre, so liegt darin eine große Bereicherung.

Das Motto der eBiz “Erst wer, dann was” zeigt, dass die Interessen der Mitarbeiter grundsätzlich eine besondere Bedeutung haben. Das bedeutet allerdings im Umkehrschluss nicht, dass es keine allgemeinen Regeln gibt. Ein großer Teil dieser Regeln und Erwartungen sind bei uns in einem Trainingskatalog zusammengefasst. Er ermöglicht sowohl dem Unternehmen als auch den Mitarbeitern nachzuvollziehen, was auf welcher Stufe erwartet wird und in welche Richtungen es in der Zukunft gehen könnte. Mit dieser Transparenz und Planbarkeit setzen wir Leitplanken, um die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen.

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