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Ob Branchendiskurs, Fachartikel oder ein Blick hinter die Unternehmenskulissen: eBizTalk ist die Plattform, die uns auffordert, unsere Leser über Events und Projekte auf dem Laufenden zu halten. Und uns gegenseitig natürlich auch.

Handelsblatt - Hybrid Cloud

Veröffentlicht am 08.11.2016 von Florian Hieber , Cloud , Security

Am 19.10.2016 habe ich einen interessanten Artikel im Handelsblatt zum Thema Hybrid Cloud gelesen. Der Artikel hatte die Überschrift „Gefährliche Schnittstellen“ und ist von Manuel Heckel verfasst.

Im Artikel gibt es zwei Kernaussagen:

  1. Es gibt derzeit nur wenig Know-How und Erfahrung zum Thema Hybrid in Unternehmen.
  2. Hybridszenarien erhöhen die Gefahr für Viren und Angriffe durch Hacker, da die Anzahl von Schnittstellen zwischen Cloud und den lokalen Servern erhöht wird.

Ich persönlich kann die Aussage unterstreichen, dass das Thema Hybridszenarien in Unternehmen zwar in aller Munde ist, aber Know-How und Erfahrung dazu oft nicht oder kaum vorhanden ist.

Beratung ist hier besonders wichtig, da eben die Möglichkeiten an Hybridszenarien zwar einigermaßen begrenzt sind. Die Herausforderungen können aber, je nach Unternehmensstruktur (IT) und gesetzlichen oder politischen Bestimmungen sehr schnell komplex werden. Wichtig ist hier, schon im Vorfeld das für das Unternehmen richtige Hybridszenario zu definieren und danach dann die Risiken und deren Faktoren zu bestimmen.

Die eBiz Consulting kann zumindest für Office365 Hybridszenarien auf einige Projekte verweisen, die erfolgreich durchgeführt wurden. Derzeit ist die eBiz Consulting in einem der europaweit größten Office365 Hybrid - Projekte als Beratungsunternehmen tätig. Ich habe zum Thema Hybridszenarien für Office365 einen einführenden Foliensatz erstellt, der auf Anfrage gerne bezogen werden kann.

In dem Foliensatz sind die bekannten und sinnvollen Hybridszenarien und deren Herausforderungen angesprochen, nicht jedoch die im Artikel befürchtete Gefahr eine Bedrohung der Schnittstellen. Hier hat Microsoft einen Lösungsansatz angewendet, der deutlich sicherer ist als beispielsweise Internet Banking. Es wird auf beiden Seiten ein Server genutzt, der mit dem jeweils anderen Server eine Vertrauensstellung eingeht und die Verschlüsselung der Nachrichten übernimmt. Beim Internet Banking geschieht dies nur einseitig und trotzdem so sicher, dass die Verbindung noch nie erfolgreich gehackt werden konnte.

Ich sehe hier also eher keine große Gefahr, jedoch Aufwand bei der Einrichtung.

Weiterhin gibt es für jedes Hybridszenario Herausforderungen, deren Anzahl sich, je nach Unternehmen und Struktur, noch erhöhen kann. Ich bleibe bei meiner Aussage, dass Hybridszenarien, zumindest bei Microsoft, ein spannendes und sicher auch größeres Projekt darstellen, nicht aber ein erhöhtes Sicherheitsrisiko sind.

Fazit

Hybrid gilt als gute Lösung um Datenschutz und Security on premise zu gewährleisten, sowie die Vorteile (Skalierbarkeit, Erreichbarkeit, Kostensenkung) der Cloud zu nutzen.

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Integration@eBiz – Eine einfache Azure Logic App

Veröffentlicht am 31.05.2016 von André Dammeyer , Cloud , Integration , Windows Azure

Im letzten Artikel zu dem neuen Azure Dienst Logic Apps sind wir auf die Bedeutung und Einsatzzwecke im Zusammenhang mit dem BizTalk Server 2016 eingegangen. In diesem Artikel wollen wir eine kleine “hello world” Logic Apps-Anwendung erstellen und demonstrieren wie einfach und mächtig der Logic Apps Designer im Web bereits ist.

Unsere “hello world” Anwendung soll stündlich prüfen, ob es neue Tweets mit dem Hashtag “#ebizcon” gibt. Wenn es einen neuen solchen Tweet gibt, soll eine Mail mit dem Inhalt und dem Link zum Tweet gesendet werden.

Wie erstelle ich eine Logic App?

Man benötigt einen Zugang zum Azure Management Portal (https://portal.azure.com), in das man sich zunächst einloggen muss. Dort wählt man “NeuàWeb und mobil” aus, und gelangt zur Auswahlliste der verfügbaren Apps. Dort wählt man “Logic App” aus.

Es öffnet sich das Fenster “Create logic app”, in dem man den Namen (hier: MyLogicApp), das zugehörige Azure Abonnement und eine Resource Group auswählen muss. Es bietet sich an zusätzlich das Häkchen “An Dashboard anheften” auszuwählen, damit man nach der Erstellung schnell über das Dashboard des Azure Portals zur Logic App gelangt.

Wie erstelle ich den Workflow meiner Logic App?

Um in den Workflow Designer zu gelangen, muss man die Logic App im Azure Portal öffnen und dann z.B. die Schaltfläche “Edit” betätigen.

Zunächst muss man einen Trigger auswählen, der dafür sorgt, dass der Workflow gestartet wird. Für unser Vorhaben wollen wir erreichen, dass der Workflow stündlich gestartet wird. Dafür wählen wir “Reoccurence” aus. “Frequency” wird auf “Hour” gesetzt und “Interval” auf “1″. Die Frequenz kann man prinzipiell auf alles zwischen Sekunde und Tag setzen, jedoch hängt die Granularität vom eingesetzten Azure Abonnement ab.

Wenn man noch einen konkreten Startzeitpunkt angeben möchte, kann man dies im unteren Bereich des Reoccurence-Shapes unter Angabe der Zeitzone und einem Datums/Zeit-Wert (z.B. 2016-05-16T18:00:00) erreichen.

Nachdem wir den Trigger für den Workflow definiert haben, können Actions und Conditions durch betätigen der “+”-Schaltfläche hinzugefügt werden. Wir benötigen einen Zugriff auf Twitter und wählen deshalb die “Twitter – Search Tweet”-Action aus.

Als Parameter kann man der “Twitter – Search Tweet”-Action einen Suchtext (hier: #ebizcon) mitgeben.

Zu guter Letzt müssen wir noch den Mailversand konfigurieren. Da wir bei der eBiz Consulting GmbH ein Office 365-Kunde der ersten Stunde sind, wählen wir für den Mailversand die entsprechende Office 365-Action aus und konfigurieren sie. “Subject” und “Body” der Mail können jetzt aus den Eigenschaften zusammengesetzt werden, die in den zuvor ermittelten Tweets enthalten sind.

Geht es auch etwas technischer?

Wenn man etwas mehr Einblick in den Workflow bekommen möchte und evtl. auch das ein oder andere etwas direkter beeinflussen möchte, kann man im Designer in die “Code view” wechseln. Dort findet man die zuvor gemachten Eingaben nach “actions” und “triggers” strukturiert im JSON Format vor.

Fertig, und was nun?

Wenn man den Workflow fertiggestellt hat, muss man diesen noch mit Hilfe der Schaltfläche “Save” abspeichern und gelangt wieder zur Übersicht der gerade erstellten Logic App. Die Logic App ist bereits aktiviert und würde dann zum konfigurierten Zeitpunkt starten. Wenn man jetzt keine ganze Stunde warten möchte, kann man den Trigger auch manuell auslösen, in dem man “Start Triggeràreoccurence” auswählt. Sofern man einen neuen Tweet abgesetzt hat, der dem Suchbegriff entspricht würde dieser Tweet gefunden und per Mail versendet werden.

Zusammenfassung

Die hier erstellte “hello world” Logic App ist natürlich sehr trivial und setzt auf verfügbare Actions auf, zeigt jedoch wie einfach und intuitiv die Erstellung von Logic Apps ist. Logic Apps werden die BizTalk Services vereinen und stellen damit den Dreh- und Angelpunkt für Integrationsworkflows auf der Azure Plattform dar. Der Artikel “Integrate 2016 – Day 1” im Codit Blog gibt einen guten Überblick darüber, welche Features Microsoft Mitte Mai dazu angekündigt hat.

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Integration@eBiz – Was sind Azure Logic Apps?

Veröffentlicht am 17.05.2016 von André Dammeyer , Cloud , Integration , Windows Azure

Integration ist eine Kernkompetenz der eBiz Consulting GmbH. Obwohl mit dem Produkt BizTalk Server eine sehr beständige Integrationsplattform von Microsoft existiert, gibt es insbesondere im Cloud-Umfeld sehr viele neue und interessante Integrationsdienste, wie zum Beispiel die Microsoft Azure Logic Apps. In diesem kurzen Artikel stellen wir die Logic Apps kurz vor.

Unter http://azureplatform.azurewebsites.net findet man die obige Übersicht aktueller Azure Services. Innerhalb unserer Kompetenz Integration konzentrieren wir uns aktuell insbesondere auf die Bereiche Hybrid Integration und Web & Mobile.

Was sind Logic Apps?

Mit Logic Apps lassen sich Workflows erstellen, in denen SaaS und Enterprise Applications integriert werden können. Es können also Daten aus unterschiedlichen Datenquellen (z.B. Webservices, SQL Datenbanken, Social Media Plattformen) eingesammelt, in einfachen Workflows verarbeitet und wieder in unterschiedliche Datensenken (z.B. Mail, SQL Datenbanken, Social Media Plattformen) geschrieben werden. Für die Erstellung von Logic Apps gibt es heute die Möglichkeit den Designer oder Code View im Azure Portal zu nutzen. Microsoft hat angekündigt einen Logic Apps Designer für Visual Studio anzubieten, so dass mit einer noch komfortableren Erstellung von Logic Apps zu rechnen ist.

Logic Apps und BizTalk

Logic Apps sind noch relativ neu, werden aber gerade in Hybrid-Integrationsszenarien zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Diese Einschätzung finden wir darin bestätigt, dass Microsoft erst kürzlich auf der INTEGRATE 2016 (http://www.biztalk360.com/integrate-2016) verkündet hat, dass es sowohl einen Logic Apps Connector in BizTalk 2016 als auch einen BizTalk Connector für Logic Apps geben wird. Auch wenn es natürlich bereits heute möglich ist beide Systeme zu integrieren (z.B. über RESTful Webservices), so kann man vermuten, dass die Integration damit noch einfacher wird. Dies ist also die Konkretisierung der Microsoft Integration Roadmap, die wir in unserem Artikel BizTalk Server für Q4 2016 angekündigt vorgestellt haben.

Weiterführende Informationen zu Logic Apps

Unter https://azure.microsoft.com/en-us/documentation/services/app-service/logic findet man einen recht guten Einstieg in die noch recht neuen Logic Apps. Außerdem lohnt es sich dem Blog https://blogs.msdn.microsoft.com/logicapps auf MSDN zu folgen. Und für diejenigen die lieber kurze Videos anschauen, kann ich Azure App Service Logic Apps with Josh Twist und Automate Business Process With Logic Apps (Deep Dive) empfehlen.

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Die Auswirkungen von Cloud-Anwendungen auf Endnutzer – Kundendienst und Callcenter

Veröffentlicht am 01.09.2014 von Lutz Plümpe , Cloud

Der folgende Artikel ist Teil der Serie “Die Auswirkungen von Cloud-Anwendungen auf Endnutzer” und beleuchtet sie in Bezug auf den typischen Kundendienst.

Die zentrale Herausforderung für den Kundenservice ist die Verfügbarkeit der richtigen Information zur richtigen Zeit. Unabhängig davon, ob es um die Erfassung eines neuen Incidents oder die Mitteilung eines Status eines bereits erfassten Incidents geht, ist die Aktualität der Informationen dabei der kritische Faktor.

Die Systeme für diese Aufgaben waren daher schon sehr früh mit Schnittstellen zu anderen Systemen ausgestattet, um bei Rückfragen einen Status angeben zu können. Diese Schnittstellen waren allerdings oft nur in eine Richtung offen und erforderten zudem einen enormen Aufwand, damit Nutzer auf die gleichen Daten zugreifen konnten. Cloud-Lösungen können hier Abhilfe schaffen, da sie die Vorteile von klassischen Lösungen aufweisen und gleichzeitig noch weitere Vorteile mit sich bringen:

Statt eines gesonderten CRMs für den Vertrieb und eines Kundenservice-Systems kann bei einem geschickten Design ein xRM für beide Kanäle aufgebaut werden, bei dem einem Anwender sofort alle relevanten Daten zu einem Kunden angezeigt werden. So kann der Kundenservice nicht nur sehen, welche offenen Incidents es gibt, er kann diese auch zur Repriorisierung markieren, wenn etwa das Ende der Laufzeit des Vertrages ansteht und eine Verlängerung ausgeschlossen ist.

Im Gegensatz zu Anwendungen in der Cloud sind On-Premise Systeme häufig nicht mit entsprechenden Schnittstellen ausgestattet, bzw. die Anpassung der Formate zum Austausch ist so aufwendig, dass in Abwägung mit dem Nutzen nur schwer zu rechtfertigen ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn die beteiligten Systeme nach und nach modernisiert werden sollen. In einem solchen Szenario fallen Anpassungsaufwände oft mehrfach an, werden aber bei der Planung nicht berücksichtigt.

Die größeren Änderungen ergeben sich allerdings für den Kundenservice, da dieser mit einer Cloud-Anwendung in der Lage ist, alle Informationen immer vor Ort zur Verfügung zu haben. In der Vergangenheit war es oft zu teuer, jede MitarbeiterIn mit einem Laptop mit der entsprechenden Software und darüber hinaus noch mit dem Zugang ins Firmennetzwerk auszustatten. Neben der Notwendigkeit für Lizenzen pro Gerät kam häufig die Verschlüsselung als zusätzliche Komponente in Spiel. Eine Cloud-Anwendung hingegen lässt sich so entwerfen, dass der Mitarbeiter vor Ort von einem Smartphone aus alle Informationen abfragen und editieren kann, ohne dass signifikante Mehrkosten im Vergleich zur reinen Ausstattung mit einem Telefon anfallen. Der Zugriff erfolgt über den Webbrowser oder eine App, die ebenfalls für die Verschlüsselung verantwortlich ist. Lizenzen fallen pro User, nicht pro Gerät an. 

Zudem ist eine MitarbeiterIn somit auch in der Lage, in einem Arbeitsschritt Dokumente an einen Incident zu heften, etwa Bilder von Schäden oder Scans von Unterlagen. Solche Informationen wurden früher oft gar nicht abgelegt oder erst später nachgepflegt, wobei oft der Kontext nicht klar dargestellt werden konnte.

Eine potentielle Schwäche der Anwendungen in der Cloud ist die Datensicherheit. Daher empfiehlt sich die Überlegung, ob in eine private oder in eine public cloud investiert werden soll.

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Die Auswirkungen von Cloud-Anwendungen auf Endnutzer – Einführung

Veröffentlicht am 25.07.2014 von Lutz Plümpe , Cloud

Der Begriff Cloud wandelt sich langsam von einer Floskel aus dem Marketing hin zu gelebter Praxis, wobei die Auswirkungen auf die betriebliche Realität oft noch unterschätzt werden.

Diese Serie gibt einen kurzen Überblick aus der Beratungspraxis über die typischen Auswirkungen einer Umstellung von On-Premise- zu Cloud-Anwendungen.

Die verbindenden Elemente, die für viele Anwender ähnlich sind, umfassen dabei die Verfügbarkeit von Daten, Schnittstellen, Auswertbarkeit sowie Collaboration.

Verfügbarkeit von Daten

Für viele Anwender, die zum ersten Mal mit einer Cloud-Anwendung arbeiten, ist eine der größten Überraschungen, dass diese oft einfach über einen Browser aufgerufen werden anstatt über eine auf dem Computer fest installierte Anwendung. Eine Alternative für den Zugriff über den Browser ist die sogenannte App, ein kleines Programm auf einem Endgerät wie einem Smartphone oder einem Tablet. Das Arbeiten beschränkt sich damit nicht mehr nur auf den PC oder Laptop mit der installierten Anwendung, sondern kann im Grunde, abhängig von der Sicherheitsarchitektur, von jedem beliebigen Gerät aus durchgeführt werden. Egal, ob am Büroschreibtisch, im Meeting-Raum, beim Kunden oder im Zug: Jederzeit kann auf die aktuellen Daten zugegriffen werden, zumindest, solange eine Internetverbindung besteht. Im Unterschied zu klassischen Anwendungen ist dabei vor allem die Datenhaltung in der Cloud hervorzuheben. Es werden immer nur die aktuellen Daten aus dem Speicher angezeigt, eine Differenz von lokal gespeicherten zu zentralen Daten ist somit fast ausgeschlossen.

Schnittstellen

Schnittstellen zu anderen Systemen sind für den Endanwender zwar oft unsichtbar, aber sie sind der entscheidende Vorteil einer Cloud-Anwendung. Durch die Architektur der meisten Cloud-Anwendungen ist es relativ leicht, mehrere Systeme miteinander zu verbinden, damit diese wechselseitig ihre Daten austauschen können. Durch diesen Austausch können ganz neue Perspektiven geschaffen und eine umfangreiche Transparenz hergestellt werden.
Wo bei klassischen On-Premise-Anwendungen, etwa im Fall der Übernahme eines weiteren Unternehmen, aus Kompatibilitätsgründen oft ein System dem anderen weichen musste, können nun mithilfe von gut entworfenen Cloud-Anwendungen beide bestehen bleiben und durch Schnittstellen alle erforderlichen Daten ausgetauscht werden, um das gesamte Datenkonvolut transparent zu machen. Dies spart Kosten bei der Entwicklung und der Einführung neuer Systeme, zudem kann die teure und fehleranfällige Anpassung von Prozessen mit mehr Sorgfalt und weniger Risiko umgesetzt werden.

Auswertbarkeit

Neben der Möglichkeit, Schnittstellen für eine erhöhte Transparenz einzurichten, bieten viele Cloud-Systeme eine weitere Option, und zwar eingebaute Reporting-Funktionalitäten. Reine Rohdaten über Schnittstellen zu transportieren ist eine Möglichkeit, eine übersichtliche Darstellung daraus zu generieren geht noch darüber hinaus. Viele Hersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten für typische Nutzeranwendungen wie einem Customer Relationship Management (CRM) oder einem Enterprise Resource Planning (ERP) mächtige und einfach zu konfigurierende Reporting-Engines an, die bei der Anwendung unterstützen. Wo früher noch Source Code geschrieben werden musste, um der Maschine ihre Kennzahlen zu entlocken, bieten heute viele Systeme die Möglichkeit, über einfach zu bedienende grafische Oberflächen an die gewünschten Informationen heranzukommen. Darüber hinaus haben immer mehr Off-the-Shelf-Cloud-Produkte ein Cockpit oder Dashboard, das jedem Mitarbeiter die für ihn relevanten Informationen beim Öffnen der Anwendung als Übersicht anzeigt. Dies erlaubt ein schnelles Erfassen von wichtigen Informationen und erspart ein aufwendiges Suchen von Informationen.

Collaboration

Neben den oben genannten Funktionalitäten die das Arbeiten der IT Abteilungen und des Managements einfacher machen sollen, gibt es ein weiteres Merkmal, das sich vermehrt in Cloud-Anwendungen findet: die kollaborativen Elemente die sich an die Endnutzer richten. Da alle Anwender auf einer zentralen Datenplattform arbeiten, erlauben diese Elemente über die eigentliche Anwendung hinaus die Kommunikation der Anwender untereinander, wie man sie aus sozialen Netzwerken kennt.

Die Bandbreite reicht dabei von der leichteren Nachvollziehbarkeit von Änderungen bis hin zu voll ausgebauten Mitarbeiterprofilen und den Möglichkeiten, Gruppen zu verwalten und Nachrichten zu abonnieren. Als Beispiele seien hier Yammer, Salesforce Chatter und die personalisierten Funktionen von Microsoft Sharepoint genannt. In Deutschland haben sich solche Funktionen, nicht zuletzt aufgrund der innerbetrieblichen Mitbestimmung, noch nicht etabliert, obwohl immer mehr Anwendungen diese enthalten, so dass sie – noch – vor einem Einsatz in Deutschland gegebenenfalls deaktiviert werden müssen.

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