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Wir haben auch noch Schoki da!

Veröffentlicht am 28.02.2017 von Clemens Kruse , DevOps , Cloud , Event

Rub a little DevOps on it - “Delivering Value to our Customers. That’s what it is about.”

Donovan Brown hat mich auf der Technical Summit durchaus beeindruckt. Trotz der fortschrittlichen Inhalte seiner Keynotes lag das aber vor allem daran, dass er schlichtweg ein Entertainer ist. Dies trifft nicht nur auf Donovan zu.

Mein Gesamteindruck der Technical Summit 2016 ist ein Mix aus Entertainment, Werbung und sehr guten Ideen. Ich bekam zahlreiche Eindrücke, wie gewisse Probleme angegangen werden können - die Methoden dazu gibt es aber nicht erst seit gestern. Der Fokus der meisten Vorträge lag auf dem Thema „Microsoft ❤ Open Source“. So auch der von Donovan, der ein Szenario aus Ubuntu + aspnet core + Docker + yeoman + Visual Studio Code präsentierte, um die Nachricht der neu entdeckten Affinität von Microsoft zu Open Source Software zu verbreiten.

Erste Tutorials mit ähnlichen Szenarien gibt es allerdings schon seit Februar 2016 (beispielsweise dieses hier: https://blogs.infosupport.com/build-deploy-test-aspnetcore-docker-linux-tfs2015/ oder hier: http://blog.codingtimes.com/2016/06/29/net-core-mvc-web-application-at-ubuntu-16-04-with-yeoman-docker-and-visual-studio-code/). Ich wollte einigen Impulsen folgen und das ein oder andere Tutorial nachbauen und habe recht schnell gemerkt, wie umständlich das ganze Prozedere ist. Bisher habe ich in Visual Studio nur ein Projekt-Template gewählt, programmiert und nach getaner Arbeit schließlich via Rechtsklick die Solution bereitgestellt. Jetzt fühlt es sich so an, als hätte man den Ferrari gegen einen Lada eingetauscht, weil der Lada-Verkäufer so charmant gewesen ist.

Meinen persönlichen Höhepunkt hatte die Ferrari-Lada-Metapher im Vortrag „Yo ASP.NET – was ist neu und was bleibt mit ASP.NET Core 1.0“. DOTNET ist mit Core nun modular geworden. Das ist schön. Da Microsoft ja mittlerweile Open Source liebt, wurde auch in diesem Vortrag alles mit Ubuntu und VS Code umgesetzt. Das heißt im Klartext: alles zu Fuß. Das funktioniert sicherlich irgendwie (wenngleich die Demo etwas holprig verlief), hat aber meiner Ansicht nach nichts mit Fortschritt zu tun. Um das Publikum während des Vortrages bei Laune zu halten, wurden die Schokoladen-Reste vom Nicolaus verteilt. „Wenigstens gab es Schoki“ wird der ein oder andere Besucher am Ende der Veranstaltung gedacht haben.

Fazit aus Perspektive des Studenten: Um sich Impulse zu holen war die Technical Summit 2016 in Darmstadt sehr gut geeignet. Auch das Essen war deutlich besser, als das was man aus der Mensa gewohnt war. Und zwischendurch gab es auch richtig gute Vorträge. „Machine Learning for Developers“ von und mit Seth Juarez war einer davon. Richtig in die Tiefe gehen muss man jedoch immer noch selbst. Immerhin haben mich die zwei Tage dazu gebracht, mich mehr mit Docker und Microservices auseinanderzusetzen. Wenngleich ich auch dort in meinem Mini-Projekt (WCF-Service in einem Container) in der begrenzten Zeit nur an der Oberfläche kratzen konnte.

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